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Veranstaltungsarchiv

30. Januar 2024

Online-Workshop zum Ethikunterricht

Online-Workshop des GBS-Landesverbandes  Baden-Württemberg mit drei Impulsvorträgen: "Ethikunterricht - vom Ersatzfach zum Favoriten: Religionsunterricht in der Krise" "Das Schulfach Ethik in Baden-Württemberg" sowie "Religionsfreiheit und die Abmeldung vom Religionsunterricht in Baden-Württemberg"

Deutschland ist seit 1919 ein säkularer, weltanschaulich neutraler Staat. So steht es in der WRV und im Grundgesetz. In der Praxis haben die Kirchen nach wie vor einen unverändert hohen Einfluss auf die Politik. Die Landesregierung von Baden-Württemberg und ihr Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben es sich zur "missionarischen" Aufgabe gemacht, die Religiosität zu stärken. Das ist u. a. erkennbar an der anhaltenden Verschleppung bei der Einführung des Ethikunterrichts für die Mehrheit der Schüler, die keiner Religionsgemeinschaft angehören – während gleichzeitig ein bemerkenswerter Eifer darauf verwendet wird, für eine muslimische Minderheit islamisch-sunnitischen Religionsunterricht einzuführen. Letzteres geschieht mit Hilfe konservativer und fragwürdiger Islamverbände. Angesichts der Entkirchlichung der Bevölkerung sollte es sich die Landesregierung zur Aufgabe machen, "Ethikunterricht für Alle" einzuführen und öffentliche Schulen als bekenntnisfreie Schulen nach Art. 7 Abs 3 GG einzurichten. Der Workshop ist weiterhin in der Mediathek des GBS-Landesverbandes BaWü erreichbar.

11. Dezember 2023

Jahreshauptversammlung GBS Freiburg e.V. 

Zum fünften Mal fand eine Jahreshauptversammlung der GBS Freiburg e.V. statt. Wir bilanzierten auf dieser Mitgliederversammlung das abgelaufene Jahr seit Bestehen und beschäftigten uns mit den Veranstaltungen, Aktionen und Kooperationen für 2024. Es wurde kreativ "gebrainstormt", um das nächste spannende Kapitel humanistischer Zukunft aufzuschlagen. 

5. Dezember 2023

Vortrag und Diskussion mit rechtsanwältin Jessica Hamed: "Deutschland - (k)ein weltanschaulich neutraler Staat?"

Von Verfassungswegen hat der deutsche Staat weltanschaulich neutral zu agieren. Nicht nur der Blick auf das Kreuz in so mancher Amtsstube – auch außerhalb Bayerns – weckt Zweifel an der Einhaltung dieses Gebots, sondern es verhält sich tatsächlich so, dass viele Gesetze nicht nur den (heiligen) Geist der christlichen Religionen atmen, sondern zum Teil, so Hamed, lassen sie sich im Ergebnis auch nur damit "begründen". Jessica Hamed nahm in ihrem Vortrag das Publikum auf eine Reise durch den Rechtsalltag und zeigte anhand zahlreicher größerer und kleinerer Beispiele zuweilen mit einem ironischen Zwinkern, wie weit Deutschland von der Verwirklichung des weltanschaulich-neutralen Staates entfernt ist.

Jessica Hamed leitet als stellvertretende Direktorin gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Scheinfeld des Institut für Weltanschauungsrecht, sie ist Fachanwältin für Strafrecht und lehrt seit 2019 an der Hochschule Mainz. Außerdem ist sie publizistisch tätig und hat bislang u. a. in FAZ Einspruch, Berliner Zeitung und Cicero mehrere Gastbeiträge veröffentlicht. Häufig mahnt sie dort die Beachtung rechtsstaatlicher Regeln an, geht aber auch auf gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge ein und ist zudem eine beliebte Interviewpartnerin für die kritische Einordnung staatlicher Grundrechtseingriffe. Die Veranstaltung, die in der technischen Fakultät der Uni Freiburg stattfand, war sehr gut besucht. Die anschließende Diskussion war erfreulich rege und konstruktiv.

27. Juli 2023

Multimediavortrag "Ist der Papst ein Betrüger?"
Der Titel des neuen Buches und Vortrags von Jörn Dyck brach immer noch ein Tabu. Dabei ist die Frage sachlich gestellt. Sie stellt keinen Angriff auf den Glauben dar, denn Gläubige müssten ein ganz besonderes Interesse daran haben, eine Antwort zu finden. Aber ist es überhaupt sinnvoll, im Bezug auf Glauben über Betrug zu sprechen? Darf nicht jeder Mensch glauben, was er möchte?
Nein, denn nicht alles ist einfach nur Glaubenssache. Viele Behauptungen und Vorgänge lassen sich objektiv überprüfen. Man kann zum Beispiel objektiv feststellen, dass die Gebete der Päpste wirkungslos sind. Das weiß jeder, auch die Gläubigen. Trotzdem behaupten die Päpste stur das Gegenteil. Ist das also noch Glaube oder ist es schon Betrug? Und ist der Papst demnach ein Betrüger? Was zunächst als vorwitzige Frage erschien, überraschte das Publikum mit einer Vielzahl objektiver und sachlicher Fakten und stellte eine spannende, fundiert recherchierte Untersuchung dar. Jörn Dycks Vortrag enthielt verblüffende Beispiele, mit denen die Frage des Betrugs fair beurteilt werden und diskutiert werden konnte. Die Veranstaltung, die erneut in der technischen Fakultät der Uni Freiburg stattfand, war wieder sehr gut besucht. Und als besonders fruchtbar erwies sich die ausführliche Diskussion. Vortrag und Diskussion sind über YouTube verfügbar. Der Link ist: 
https://www.joerndyck-verlag.de/live-freiburg/index.html Außerdem ist der Vortrag auf dieser Homepage verlinkt (Kasten rechts auf der Startseite). 

7. bis 9. Juli 2023

(virtuelles) Regionalgruppentreffen 2023 

Die Giordano-Bruno-Stiftung lud zum Treffen der Regionalgruppenvertreter am Stiftungssitz in Oberwesel ein. Die zusätzliche virtuelle Teilnahme wurde für alle Freiburger GBS-Mitglieder ermöglicht, sodass auch sie am sehr fruchtbaren Austausch der Ideen, Aktionen und Konzepte der anderen Regionalgruppen teilnehmen konnten. Besonders eindrucksvoll war ein Vortrag von Dr. Carsten Frerk zu den Staatsleistungen, der viele neue Rechercheergebnisse publik machte.

2 . Mai / 26. Juni / 25. September / 23. Oktober

evolutionär-humanistischer Stammtisch 2023 

GBS Freiburg  lud zum Stammtisch ein. Ein Schwerpunkt war, dass Teilnehmer ein Buch oder einen Artikel, der sie besonders interessiert hat, mitbrachten und die Gelegenheit nutzten, dies den Anwesenden vorzustellen.

Der Einblick in verschiedene Themen prägte diesen Abend dann nachhaltig. An ergänzenden und weiterführenden Diskussionspunkten mangelte es wohl auch nicht. Wir freuten uns deshalb wieder auf eine konstruktive Denkfabrik-Atmosphäre.

20. April 2023

"Damit es aufhört" - vom Kampf  der Betroffenen des sexuellen Kindesmissbrauchs in der katholischen Kirche

Seit 2010 dauern die Enthüllungen über die zahlreichen Verbrechen an Kindern und Jugendlichen durch Priester und ihre Vorgesetzten in der Presse an. Eine umfassende Aufklärung des katholischen Missbrauchsskandals steht jedoch bis heute aus. Denn strafrechtlich ist es für Ermittlungen meist zu spät. Eine unabhängige Aufarbeitung durch eine staatliche Untersuchungskommission, wie in anderen Ländern üblich, gibt es in Deutschland bis heute nicht. Stattdessen versucht die Kirche sich selbst an der Aufklärung. Immer neue Gutachten werden dazu in Auftrag gegeben. Und die Opfer warten weiter auf eine angemessene Entschädigung.

Matthias Katsch, der mit der Initiative "Eckiger Tisch" maßgeblich zur Aufdeckung des Skandals beigetragen hat, las aus seinem 2020 erschienenen Buch. Darin schilderte er das innerkirchliche System des Vertuschens und Verschweigens und analysierte den gesellschaftlichen Umgang damit.  Welchen Anteil haben die Doktrin und die Organisationsform der Kirche daran, dass solange so viele Verbrechen unerkannt blieben? Welchen Anteil haben Staat und Justiz? Und was muss sich ändern, damit es aufhört… diese und weitere Fragen diskutierte er mit dem Publikum

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Humanistischen Union Baden-Württemberg, dem Arbeitskreis kritischer Jurist_Innen Freiburg und dem Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht der Universität Freiburg (Reihe "Tacheles")

Mit knapp 100 Besuchern, die den Weg in den Horst-Weizmann-Hörsaal der Uni Freiburg gefunden hatten, war diese wichtige Veranstaltung sehr gut besucht. Zusätzlich verfolgten viele Interessierte die Versammlung per livestream.

18 und 19. April 2023

"Die schonungslose Aufarbeitung des Missbrauchsskandals" - der  "Hängemattenbischof" vor dem Freiburger Münster

Anlässlich der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens im Bistum Freiburg war die Freiburger Regionalgruppe der GBS und die Betroffeneninitiative Süddeutschland e.V. neben dem "Hängemattenbischof" und der "Langen Bank" der Giordano-Bruno-Stiftung ganztags in der Freiburgs Innenstadt präsent, um auf die nach wie vor prekäre Lage der Missbrauchsbetroffenen der katholischen Kirche aufmerksam zu machen. Mit der zweitägigen Aktion sollte verhindert werden, dass der öffentliche Druck nachlässt. Am Dienstag, den 18. April, wurde mit dem Gutachten ein weiteres Papier veröffentlicht, das vor allem die systemischen Ursachen des Missbrauchs und Defizite des Führungsverhaltens seitens der Führungskräfte, insbesondere die des Erzbischofs Robert Zollitsch, in den Mittelpunkt stellte, jedoch die Belange und Schäden der Betroffenen wieder nicht ausreichend in den Fokus rückte. Nach den aufsehenerregenden Protestaktionen mit dem "Hängemattenbischof" in Köln, München und Fulda brachten wir ihn direkt vor das Freiburger Münster. Der Zuspruch war überwältigend, fast ausnahmslos gab es von Passanten Lob für diese Aktion. Hundertfach wurden Fotos von der Aktion geschossen. Auf unsere Stiftung konnten wir sehr gut aufmerksam machen. Die Medien berichteten ausführlich. Auch der SWR blendete den "Hängemattenbischof" während der Berichterstattung in SWR aktuell als Hintergrundbild ein.  

28. Februar 2023

"Gegenaufklärung: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" (Teil 2 der Vortragsserie Aufklärung und Gegenaufklärung von Prof. Dr. Gerald A. Urban)

Im ersten Teil der Vortragsreihe wurde gezeigt, dass unser aktuelles offene sozio-politische System auf dem Wertesystem der Aufklärung beruht. Allerdings hat sich dieses Wertesystem nur sehr langsam gegen viele Widerstände durchgesetzt und sieht sich aktuell von unterschiedlichen autoritären, populistischen und esoterischen Strömungen in Frage gestellt und zeigt Erosionserscheinungen. In diesem Vortrag wurde herausgearbeitet, woher denn die Ursprünge der Gegenaufklärung kommen und wo unsere offene Gesellschaft aktuell gefährdet ist.

Die Veranstaltung fand wieder in der technischen Fakultät der Universität Freiburg statt und war wie beim Teil 1 der Serie sehr gut besucht.

12. Februar 2023

"Reiß Dir ein Auge aus" - Radiosendung im Deutschlandfunk mit Dr. Christiane Florin über religiöse Gewalt

Am 12. Februar 2023 war GBS-Freiburg-Mitglied Prof. Dr. Tatjana Jesch zu der  Veranstaltung "Reiß dein Auge aus" mit Podiumsdiskussion in Hamburg eingeladen, die vom Deutschlandfunk aufgezeichnet und anschließend ausgestrahlt wurde. Es diskutierten Prof. Dr. Bernd Simon (Professor für Sozialpsychologie, Kiel), Prof. Dr. Jürgen Manemann (Katholischer Theologe und Philosoph, Hannover), Prof. Dr. Tatjana Jesch (Professorin für Neure Deutsche Literatur, Freiburg) mit Dr. Christiane Florin.

Hier der Link zur Aufzeichnung: https://www.deutschlandfunk.de/audiothek?drsearch:searchText=&drsearch:f... 

1. Februar 2023

"Brauchen wir eine neue Aufklärung - eine Aufklärung 2.0.?" (Teil 1 der Vortragsserie "Aufklärung und Gegenaufklärung" von Prof. Dr. Gerald A. Urban) 

Wir befinden uns in einer Umbruchszeit in der Klimakrise, Energiekrisen, Pandemien und neue geopolitische Verwerfungen drohen. Dabei nehmen weltweit autoritäre Tendenzen zu und "Fake News", "Alternative Fakten", Querdenkerei überhand.  Daneben bemerken wir eine zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit direkt bei autoritären Regimen und indirekt auch bei uns. In solchen Zeiten ist daher eine Positionierung und Diskussion der eigenen Werte unverzichtbar. In diesem Vortrag wurden die historischen weltanschaulichen Hintergründe und Werte unserer heutigen Zeit, Humanismus und Aufklärung und die Auswirkungen der Aufklärung auf die heutige Zeit diskutiert. Die Veranstaltung fand erstmal in der Universität Freiburg, Technische Fakultät statt und war mit über sechzig Teilnehmern sehr gut besucht.

24. Januar 2023

"Ethik statt Reli" - Wie man vom Religions- in den Ethikunterricht wechselt

online-Workshop des GBS-Landesverbandes BaWü, in dem GBS Freiburg Mitglied ist. Zum zweiten Mal schon fand die Info-Veranstaltung  statt. Besonders erfreulich war, dass wir eine starke Steigerung bei der Teilnehmerzahl verzeichnen konnten. Die Referent*Innen Prof. Dr. Inga Tappe, Ernst-Günther Krause und Michael Rux wiesen auf Problemlagen hin und zeigten Lösungsansätze auf, denn die unterschiedlichen Angebote für Bekenntnis-orientierten Religionsunterricht trennen die Schülerinnen und Schüler, führen zu Zersplitterung von Schulklassen und verhindern einen verbindlichen, gemeinsamen Werteunterricht. Der Ethikunterricht hilft zur Findung von Sinn im Leben und bei der Etablierung eines ausgewogenen und belastbaren persönlichen Wertesystems.  Die Schülerinnen und Schüler lernen, verantwortliche Entscheidungen zu treffen und sich auch zu komplexen Fragen fundierte eigene Meinungen zu erarbeiten. Der Ethikunterricht gibt einen neutralen Überblick über unterschiedliche Weltanschauungen, Religionen und Philosophie statt einer Bekenntnis-orientierten Engführung auf eine einzelne Religion. Abgesehen von diesen inhaltlichen Vorzügen löst ein einheitlicher Ethikunterricht im Klassenverband viele komplizierte Planungsprobleme, die bei verschiedenen Varianten von Religionsunterrichten auftreten. 

12. Dezember 2022

Jahreshauptversammlung GBS Freiburg e.V. 

Zum vierten Mal fand eine Jahreshauptversammlung der GBS Freiburg e.V. - diesmal wieder per live - statt. Wir bilanzierten auf dieser Mitgliederversammlung das abgelaufene Jahr seit Bestehen und beschäftigten uns mit den Veranstaltungen, Aktionen und Kooperationen für 2023. Neben Mitgliedern waren auch interessierte Gäste eingeladen, um mit uns das nächste spannende Kapitel humanistischer Zukunft aufzuschlagen. 

21. September 2022

"Ethik statt Reli" - Wie man vom Religions- in den Ethikunterricht wechselt

online-Workshop des GBS-Landesverbandes BaWü, in dem GBS Freiburg Mitglied ist.

Die unterschiedlichen Angebote für Bekenntnis-orientierten Religionsunterricht trennen die Schülerinnen und Schüler, führen zu Zersplitterung von Schulklassen und verhindern einen verbindlichen, gemeinsamen Werteunterricht. Der Ethikunterricht hilft zur Findung von Sinn im Leben und bei der Etablierung eines ausgewogenen und belastbaren persönlichen Wertesystems. Die Schülerinnen und Schüler lernen, verantwortliche Entscheidungen zu treffen und sich auch zu komplexen Fragen fundierte eigene Meinungen zu erarbeiten. Der Ethikunterricht gibt einen neutralen Überblick über unterschiedliche Weltanschauungen, Religionen und Philosophie statt einer Bekenntnis-orientierten Engführung auf eine einzelne Religion. Abgesehen von diesen inhaltlichen Vorzügen löst ein einheitlicher Ethikunterricht im Klassenverband viele komplizierte Planungsprobleme, die bei verschiedenen Varianten von Religionsunterrichten auftreten. Der Online-Workshop fand Online per ZOOM statt und fand rege Beteiligung.

9. und 10. Juli 2022

Humanistischer Sommer

Zweitägiges Event mit hochaktuellem Programm: GBS Freiburg als Mitglied des GBS-Landesverbandes Baden-Württemberg war Mitveranstalter des Humanistischen Sommers in Mannheim. Zwei Tagen voll mit interessanten Vorträgen, keine Konferenz, nicht einfach ein Sommerfest und doch viel Raum für Themen und Diskussion. Das war der Humanistische Sommer! Vorträge, Debatte, Literatur und Musik - einfach HuSo! Open Air Vorträge, Denkanstöße und Debatte von: Dr. Dr.hc. Michael Schmidt-Salomon, Prof. Susanne Schröter, Dr. Nikil Mukerji, Prof. Andreas Draguhn, Nadine Pungs. Live Musik von mocabo., zwischendurch "Humanistisches Forum live" 

Im Einzelnen: Prof. Andreas Draguhn "Conditio humana. Erklärt die Hirnforschung den Menschen?" (Neurowissenschaftler am Institut für Physiologie und Pathophysiologie, Uniklinik Heidelberg),  Nadine Pungs - "Nichtmuttersein: von der Entscheidung, ohne Kinder zu leben" (Literaturwissenschaftlerin und Autorin, Düsseldorf) In Kooperation mit dem Regionalen Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, Dr. Michael Schmidt-Salomon und Prof. Susanne Schröter: "Die autoritäre Bedrohung: Wie wir die offene Gesellschaft verteidigen können"(Schmidt-Salomon: freier Philosoph, Autor und Vorstandssprecher der GBS , Susanne Schröter: Ethnologin, Islamwissenschaftlerin und Direktorin des FFGI, Frankfurt) Moderation: Adrian Gillmann,  "HAIlight" Dr. Nikil Mukerji - Vortrag "Bullshit - zwischen Banalität und Transzendenz" (Philosoph, Autor und Geschäftsführer des Studiengangs Philosophie, Politik, Wirtschaft, München) In Kooperation mit dem Hans Albert Institut (HAI).

27. Juni 2022

evolutionär-humanistischer Stammtisch 2022 

GBS Freiburg wurde vier Jahre alt und lud zum Stammtisch ein. Wenn wir gleichzeitig ein endgültiges "Post-Corona" hätten feiern können, wäre das natürlich noch besser gewesen. Nichtsdestotrotz bestand ein vielseitiger Wunsch, sich wieder einmal "live" zu treffen und deshalb ist die Idee, einfach einen "Stammtisch" einzuberufen, ohne dass ein Vortrag das Thema des Abends bestimmt hätte: "wer kommt, der kommt". An Diskussionspunkten mangelte es nicht, u.a. berichtete Vorstandsmitglied Prof. Dr. Christian Schindelhauer über das  GBS-Regionalgruppentreffen in Oberwesel.

4. März 2022

evolutionär-humanistischer Jahresausblick 2022 

Angesichts der andauernden pandemischen Verhältnisse in der BRD blieb offen (und spannend!), an welchen Veranstaltungsorten und mit welchen Referenten unsere Aktivitäten in 2022 fortgesetzt werden könnten. Derweil empfahlen wir das themenreiche säkulare Online-Veranstaltungsangebot, das via Veranstaltungsterminkalender auf der Homepage der Giordano-Bruno-Stiftung (www.giordano-bruno-stiftung.de) oder hier unter dem Reiter "Überregional" abrufbar war und ist, etwa die Themenwerkstätten des Zentralrates der Konfessionsfreien oder die verschiedenen Formate von KORTIZES, dem Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs.

13. Dezember 2021

Jahreshauptversammlung GBS Freiburg e.V. 

Zum dritten Mal fand eine Jahreshauptversammlung der GBS Freiburg e.V. - diesmal wieder per Zoom-Konfrenz - statt. Wir bilanzierten auf dieser virtuellen Mitgliederversammlung das dritte Jahr seit Bestehen und beschäftigten uns mit den Veranstaltungen, Aktionen und Kooperationen für 2022. Neben Mitgliedern waren auch interessierte Gäste eingeladen, um mit uns das nächste spannende Kapitel humanistischer Zukunft aufzuschlagen. Unter den erschwerten Bedingungen der nach wie vor herrschenden Pandemie musste die Terminierung von Veranstaltungen offen bleiben, da sowohl Veranstaltungsorte als auch Referenten nicht wirklich festzulegen waren.

22.11.2021

Vortrag von Ulf Faller: "Die Wiege der Naturwissenschaft war von Planeten umstellt"- Die Kopernikanische Wende, ein zu Unrecht verblassendes Narrativ? 

GBS Freiburg lud Buchautor Ulf Faller ("Der lange Schatten des Kopernikus", Tectum-Verlag 2018) zum Vortrag und Diskussion ein.

Über Jahrtausende überzeugte das geozentrische Weltbild den sinnsuchenden Menschen. Im Mittelalter wurde diese Kosmologie mit der christlichen Botschaft verbunden, dass Aufbau und Sinn des Universums mit der christlich gedeuteten "Heils"-Geschichte des Menschen verband. Nikolaus Kopernikus durchbrach diese Vorstellung und stieß damit die nach ihm benannte Wende an. Tycho Brahe, Johannes Kepler, Galileo Galilei und Isaak Newton begründeten eine neue Kosmologie und mit ihr die modernen Naturwissenschaften. Seitdem entziehen sich kosmologische Vorstellungen immer mehr menschlichen Dimensionen. Schon die räumliche und zeitliche Ausdehnung des Universums ist kaum vorstellbar. Genauso wenig, wie die pure Zahl der Sterne und Galaxien. All das macht deutlich: Es geht nicht um uns im Universum. Wir müssen uns bescheidener im Kosmos verorten. Seit Sigmund Freud spricht man von der ersten narzisstischen Kränkung des Menschen. Trotz dieser tiefgreifenden Veränderung unseres Blickes auf das Universum verblasst das Wissen um die astronomischen Phänomene, die das Umdenken nötig machten, und die geschichtlichen Hintergründe der kopernikanischen Wende. Naturwissenschaften werden zunehmend als Teil der MINT-Fächer wahrgenommen und drohen den narrativen Charakter zu verlieren, der die Aufklärung maßgeblich fundiert hatte. Zu Unrecht? Besteht hier Handlungsbedarf? Auch angesichts der drohenden Krisen des 21. Jahrhunderts?

13. Juli 2021

Vortrag von Professor Ruud Koopmans:  "Gewalt im Namen der Götter?"

Livestream mit Diskussion - Eine Veranstaltung des Landesverbandes Baden-Württemberg der GBS zum Zusammenhang von religiösem Fundamentalismus und Gewalt.

Mittels einer Sozialstudie erforschte der Soziologe Ruud Koopmans, gemeinsam mit Eylem Kanol und Dietlind Stolle, die Legitimation und Mobilisierung religiöser Gewalt. Dabei wurden die Daten von 8000 Befragten aus sieben Ländern zusammengetragen und ausgewertet. Gegenstand der experimentellen Studie waren die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Koopmans wollte herausfinden, inwieweit sich die Bereitschaft zu Gewalt auf religiöse Texte und religiöse Vorstellungen zurückführen lässt. Dabei kam es zu differenzierte Befunden, die sich zwischen den religiösen Traditionen, aber eben auch den Gesellschaften bewegen, in denen diese religiösen Traditionen gelebt werden. Gerade in säkularen Kreisen werden die Ergebnisse Koopmans mitunter begrüßt, denn sie räumen mit weitverbreiteten Vorurteilen auf, dass Gewalt und Legitimation von Gewalt nichts mit Religion zu tun haben sollen, sondern eher mit deren Missbrauch oder politischer Instrumentalisierung. Koopmans Beobachtungen lassen einfache Formeln wie "Religion ist Gewalt" oder "Religion ist Frieden" jedoch naiv erscheinen. Wie steht es um die Zusammenhänge von religiösem Fundamentalismus und Gewalt? Welche Rollen spielen Textkenntnisse und gelebte Religion? Ruud Koopmans ist Professor für Soziologie und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin, Direktor der Abteilung "Migration, Integration, Transnationalisierung" am Wissenschaftszentrum Berlin und Autor von Büchern wie "Das verfallene Haus des Islam: Die religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt" (2020). Die Veranstaltung war eine Initiative des gbs Landesverbandes Baden-Württemberg, angeschlossen die Regionalgruppen Rhein-Neckar, Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Bodensee. Die Veranstaltung ist weiterhin auch nach dem live-Termin erreichbar unter https://www.youtube.com/watch?v=ykYtXMcX9AA

26. Februar 2021

Vortrag von Michael Rux "Zum aktuellen Stand der Sterbehilfe"

Vor fast genau einem Jahr informierte uns GBS-Regionalgruppenmitglied Michael Rux über "Sterbehilfe - Ethische Fragen und rechtliche Grundlagen".  Nun gab er uns ein "Update" zu diesem Thema, schließlich hatte ein bahnbrechendes Bundesverfassungsgerichtsurteil (vom 26.2.20) die bisherige Gesetzeslage "gekippt" und deutlich das Selbstbestimmungsrecht der Bürger gestärkt. Insofern feierten wir am 26. Februar sozusagen den denkwürdigen Jahrestag der "Sterbehilfe-Entkriminalisierung". 

Am 6. November 2015 hatte der Deutsche Bundestag die "geschäftsmäßige" Suizid-Beihilfe verboten (§ 217 StGB). Mehr als vier Jahre später, am 26.2.2020, wird das Bundesverfassungsgericht endlich verkündet haben, was es von diesem Anschlag auf das Selbstbestimmungsrecht hält. Denn seitdem haben die Ärzte Angst vor dem Gefängnis und sterbe-willigen Menschen bleibt oft nur der "harte Suizid" oder der "Sterbe-Tourismus", die letzte Reise in die Schweiz. Über ethische Fragen und rechtliche Grundlagen der "Sterbehilfe", von der Palliativ-Versorgung bis zum ärztlich assistierten Suizid, referierte Michael Rux.

14.12.2020

Jahreshauptversammlung GBS Freiburg e.V. 

Zum zweiten Mal fand eine Jahreshauptversammlung der GBS Freiburg e.V. statt. Wir bilanzierten auf dieser Mitgliederversammlung das zweite Jahr seit Bestehen und beschäftigten uns mit den Veranstaltungen, Aktionen und Kooperationen für 2021, wobei die zunehmend schwierige Lage für nicht-virtuelle Formate besonders im  Fokus stand. Die satzungsmäßig notwendigen Wahlen wurden dabei von dem erfreulichen Umstand begleitet, dass alle Vorstandsmitglieder sowie die Kassenprüferin für eine weitere Amtszeit auf ihren Positionen kandidierten. Neben Mitgliedern waren auch interessierte Gäste eingeladen, um mit uns das nächste spannende Kapitel humanistischer Zukunft aufzuschlagen.

28. Juni 2020

Vortrag von Dr. Christian Schindelhauer: "Buddha, Josua, Jesus und der Weg zum anderen Ufer"

Am Montag, den 29. Juni 2020 startete das Format "Büchermarkt" mit einer virtuell durchgeführten Veranstaltung. Referent Dr. Christian Schindelhauer stellte das Buch von Hermann Detering ("Buddha, Josua, Jesus und der Weg zum anderen Ufer") vor. Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Buddhismus, Gnosis und frühem Christentum. Am Beispiel der gnostischen Interpretation des Exodus-Motivs wird gezeigt, wie buddhistisch-indische Vorstellungen in jüdisch-christliche transponiert wurden. Die Untersuchung wirft ein erhellendes Licht auf die Anfänge des Christentums. Der frühe Jesus-Kult basierte auf einer jüdisch-buddhistischen Exegese des Alten Testaments.

25. Mai 2020

Vortrag von Dr. Tatjana Jesch: "Über das Verhältnis von Religion und Gewalt"

GBS-Regionalgruppen-Mitglied Professorin Dr. Tatjana Jesch referierte in einer virtuellen online-Veranstaltung zu Religion und Gewalt. Die Bedeutung der Religion in unserer Gegenwart ist uneinheitlich. Viele Menschen entfernen sich immer weiter von religiösen Inhalten und Institutionen. Andere durchlaufen eine religiöse Radikalisierung, die mit wachsender Gewaltbereitschaft einhergeht. Zugleich werden Gewalttendenzen innerhalb der etablierten Kirchen und klerikalen Organisationen immer offenkundiger. Heilige Schriften werden zunehmend auf ihr Gewaltpotenzial befragt oder zur Begründung von Gewaltausübung herangezogen. Dem steht das Bemühen gegenüber, gerade die Friedlichkeit der religiösen Überlieferungen und Praktiken herauszustreichen.

29. Januar 2020

Vortrag von Olaf Zuber: "Evokids - Evolutionsunterricht in der Grundschule"

GBS-Regionalgruppen-Vorstand Olaf Zuber folgte einer Einladung der Direktorin der Karoline-Kaspar-Grundschule im Freiburger "Modellstadtteil" Vauban. Er referierte vor der Gesamtlehrerkonferenz zum Thema "Evokids - Evolutionsunterricht in der Grundschule" und stellte kostenfrei die Materialien zur Verfügung. Eingeladen war auch die zuständige Freiburger Schulrätin Christiane von Zahn. Den aufmerksamen wie fachkundigen Zuhörern konnte so eindrücklich vermittelt werden, warum es so wichtig ist, schon früher als in deutschen Schulen bisher üblich das Thema zu unterrichten. Denn: Evolution ist zweifellos das wichtigste Thema der Biologie. Wer die Mechanismen der Evolution nicht versteht, dem bleibt nicht nur das Wesen der Biologie grundsätzlich verschlossen, er kann auch nicht begreifen, wer oder was der Mensch ist. Die Evolutionsgeschichte zu lehren leistet somit einen zentralen Beitrag zum Bildungserwerb. Evolution verstehen bereitet den Weg zu einem modernen und zeitgemäßen Welt- und Menschenbild.  

27. Januar 2020

Vortrag von Michael Rux "Sterbehilfe- Ethische Fragen und rechtliche Grundlagen"

Über ethische Fragen und rechtliche Grundlagen der "Sterbehilfe", von der Palliativ-Versorgung bis zum ärztlich assistierten Suizid, referierte Michael Rux. Am 6. November 2015 hatte der Deutsche Bundestag die "geschäftsmäßige" Suizid-Beihilfe verboten (§ 217 StGB). Mehr als vier Jahre später, am 26.2.2020, hat das Bundesverfassungsgericht endlich verkündet, was es von diesem Anschlag auf das Selbstbestimmungsrecht hält. Denn seit 2015 hatten die Ärzte Angst vor dem Gefängnis und sterbewilligen Menschen blieb oft nur der "harte Suizid" oder der "Sterbe-Tourismus", die letzte Reise in die Schweiz. Die hohe Relevanz dieses Themas wurde durch die vielen interessierten Besucher deutlich.

17.1./18.1.2020

"Religion und Gewalt"

Zum ersten Mal unterstützte GBS-Freiburg eine Arbeitstagung des Freiburger Arbeitskreises Literatur & Psychoanalyse durch Veranstaltungsankündigung auf der GBS-Freiburg-Homepage; auch die Präsenz auf der hochfrequentierten GBS-Stiftungs-Homepage ergänzte die werbende Wirkung für diese hochkarätig besetzte Veranstaltung. Mit-Initiatorin und GBS-Regionalgruppenmitglied Professorin Dr. Tatjana Jesch hielt vor rund 300 Besuchern den Eröffnungsvortrag mit dem Titel "Über das Verhältnis der Religion zur Gewalt". 

Die Bedeutung der Religion in unserer Gegenwart ist uneinheitlich. Viele Menschen entfernen sich immer weiter von religiösen Inhalten und Institutionen. Andere durchlaufen eine religiöse Radikalisierung, die mit wachsender Gewaltbereitschaft einhergeht. Zugleich werden Gewalttendenzen innerhalb der etablierten Kirchen und klerikalen Organisationen immer offenkundiger. Heilige Schriften werden zunehmend auf ihr Gewaltpotenzial befragt oder zur Begründung von Gewaltausübung herangezogen. Dem steht das Bemühen gegenüber, gerade die Friedlichkeit der religiösen Überlieferungen und Praktiken herauszustreichen.

Der Deutschlandfunk berichtete in seiner Radio-Sendereihe "Aus Kultur und Sozialwissenschaft" über die Veranstaltung. Was am Ende des Beitrags als Fazit der Tagung ausgegeben wird, kann allerdings nicht als solches gelten.

16.12.2019

Jahreshauptversammlung GBS Freiburg e.V. 

Zum ersten Mal fand eine Jahreshauptversammlung der GBS Freiburg e.V. statt. Wir bilanzierten auf dieser Mitgliederversammlung das erste Jahr seit Bestehen und beschäftigten uns mit den Veranstaltungen, Aktionen und Kooperationen für 2020. Neben Mitgliedern waren auch interessierte Gäste eingeladen, um mit uns das nächste spannende Kapitel humanistischer Zukunft aufzuschlagen.

25.11.2019

"Ethik und Moral ohne Willensfreiheit" - Aktuelles aus der Hirnforschung

Zu diesem Thema referierte Professor Dr. Josef Bischofberger, Neurophysiologe am Department of Biomedicine der Uni Basel. Verhaltenspsychologie und Hirnforschung legen nahe, dass es keine Willensfreiheit gibt. Viele Philosophen wie z.B. Dr. Dr.hc. Michael Schmidt-Salomon schließen daraus, dass es daher keine wirklich freie Entscheidungsfindung zwischen alternativen Möglichkeiten geben kann. Die Vorstellung davon sei nur ein "virtuelles Theaterstück" im Kopf. Kann es trotzdem Handlungsfreiheit geben? Welche Möglichkeiten bietet unser Gehirn? Was bedeutet das für eine religionsfreie Ethik und Moral?

21.10.2019

"Kirche - beste Geschäftsidee aller Zeiten"

Politologe, Autor und Publizist Dr. Carsten Frerk war nach Freiburg - seine alte Studentenwirkungsstätte - gekommen. Für den Vortrag, der die Facetten des erfolgreichen Marketings christlicher Kirchen analysierte und klärte, was die Kirchen eigentlich 'verkaufen', hatte er sich in die Marketingliteratur eingearbeitet: Es war verblüffend, wie passgenau man die Konstruktion und Entwicklung der christlichen Kirche mit Begriffen und Konzepten aus dem Marketing beschreiben konnte. Der Vortrag widmete sich im ersten Teil der Frage, wie aus einer kleinen, neu gegründeten Glaubensgemeinschaft in einer unbedeutenden und abgelegenen Region des Imperium Romanum die bedeutendste (katholische) Weltreligion wurde und wie sie diese Marktposition – trotz aller Krisen - bislang behauptet hatte. Es begann mit dem ersten Marketingdirektor, Paulus, der nicht nur die Marke Christentum formte, sondern auch im Direktmarketing äußerst erfolgreich war. Mit dem Umzug in die Hauptstadt wurde dann die Frage geklärt, wie sie dort und in der Branche zum Marktführer wurde, warum die christliche Kirche nicht aus dem römischen Tempel, sondern aus der römischen Markthalle entwickelt wurde und warum die traditionelle Kirche wie ein heutiger klassischer Supermarkt konzipiert ist. Es wurde nach den Gestaltungsprinzipien einer ‚corporate identity‘ gefragt und inwiefern die Kirchengebäude, die ‚point of sales‘, traditionell in 1a-Lagen stehen, bis hin zur Genialität des ‚Branding‘ der Marke ‚christlicher Kreuz‘ als Obermarke mit vielen Untermarken. Es ging um die Konstruktion der Trennung von Laien und Klerus, das Konzept von ‚Schuld und Sühne‘ und wie man mit Whistleblowern umgeht, die das ‚Gesetz des Schweigens‘ (Omerta) brechen wollen. Im zweiten Teil ging es dann um die finanzverfassungsrechtliche Einmaligkeit der Geschäftspartnerschaft der Kirchen mit dem deutschen Staat, mit der Milliardeneinnahmen und -umsätze abgesichert werden.

Eine Fülle von Themen und Facetten, die ernsthaft, aber auch mit heiterer Gelassenheit, eine Geschichte der Kirche aus einer Sichtweise skizzierte, die nur selten zu hören war. Zudem passend zum 100-jährigen Jubiläum der Nichterfüllung des Verfassungsbefehls der Trennung von Staat und Kirche in der Weimarer Reichsverfassung und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

23.9.2019

"Giordano Bruno - Märtyrer der Gedankenfreiheit"

Professor Dr. Klaus Scherzinger hielt bei uns einen Vortrag, der sein vor zwei Jahre erschienenes Buch "Giordano-Bruno - Märtyrer der Gedankenfreiheit" thematisierte. Im 19. Jahrhundert feierten die Freimaurer den Stiftungs-Namensgeber als einen der ihren, Schelling und Brecht verewigten ihn in ihrem schriftstellerischen Werk, die atheistische Naturforscher wertschätzen seine pantheistischen Spekulationen und Ernst Bloch nannte ihn liebevoll einen "philosophischen Minnesänger der Unendlichkeit". Doch zu Lebzeiten brachte er die Eliten in der europäischen Wissenschaftsgemeinde gegen sich auf, dann war er gezwungen,  von Universität zu Universität zu fliehen. Letztendlich verurteilte ihn die katholische Inquisition als Ketzer zum Tod auf dem Scheiterhaufen und verbot seine Schriften.

14.7.2019

"Skeptiker-Brunch"

Organisiert wurde im Café Hermann ein Brunch für Skeptiker - durch regen Besuch ergab sich ein kurzweiliger & erkenntnisreicher Austausch mit freigeistigem Inhalt. Inkludiert war auch ein kurzer Vortrag zum Thema "Ist Religion wirklich nötig?", der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichermaßen inspirierte.

24.6.2019

"Ist die Zukunft des Humanismus vegan?"

Der Versuch eines dogmenfreien Diskurses. GBS-Regionalgruppenmitglieder im Austausch mit AktivistInnen der Tierrechtsorganisation "Anonymous for the Voiceless". Gegenstand der Veranstaltung war, welche Positionen der Veganismus gesellschaftspolitisch und philosophisch bezieht und wie dies speziell mit humanistisch geprägten Sichtweisen korrespondiert oder auch kollidiert. Ein Abend für die interessierte Öffentlichkeit, um dieses spannende Kapitel deutscher/globaler Gegenwartskultur zu diskutieren.

27.5.2019

"Kirchenfinanzierung - Staat und Kirche im Milliardengeschäft"

Nach wie vor sind der Staat und die (christlichen) Kirchen eng miteinander verbunden. Das aus der Zeit der Monarchie und des Obrigkeitsstaates überkommene "Bündnis von Thron und Altar" funktioniert auf allen Ebenen. Zu dem Thema hatte GBS-Regionalgruppenmitglied Michael Rux die Grundlagen für eine sachbezogene Diskussion vorbereitet und u.a. referiert, wie vielfältig die kirchlichen Finanzprivilegien sind und warum wir heute immer noch in einer institutionalisierten "Kirchenrepublik Deutschland" leben - statt in einer säkularen Demokratie. Siehe dazu auch die folgenden zwei Kompakt-Infos:

Kompaktinfo Kirche im Milliardengeschäft

Kompakt Info Kirchensteuer

24.3.2019

"Kreuzgang kontrovers - Kirche: gehen oder bleiben"

Ein Streitgespräch mit angeschlossener Diskussion. Die Kirche befindet sich zweifelsohne in einer Krise angesichts ständig sinkender Mitgliederzahlen sowie andauernder, erschütternder Skandale und agiert daher aus defensiver Position. Eine spannende Auseinandersetzung über diese Tatsache lieferten sich auf dem Podium Sascha Fiek, Gründungsmitglied der GBS Freiburg und die Theologin Andrea Hauber. Dabei trafen kirchliche Dogmen auf kritisch-rationale Argumente aus dem evolutionären Humanismus.

11.3.2019

Gründungsversammlung der GBS Freiburg e.V. - Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung

GBS Freiburg gab sich eine formelle Struktur mit Vereins-Satzung und Beitragsordnung. In der Folge wurde die Gemeinnützigkeit des Vereins vom Finanzamt Freiburg anerkannt.

25.2.2019

"Sexuelle Gewalt als Folge von Theologie und Ideologie der Kirchen"

Regionalgruppenmitglied Astrid Mayer, die sich intensiv und investigativ mit den Vertuschungspraktiken des Klerus in Zusammenhang mit sexuellem Mißbrauch durch Priester, Erzieher und Ordensleute befasst, erläuterte u.a., worauf sich die Diagnose der Kirche als eine kriminelle Organisation stützt. Einen direkten Einblick in dieses brisante Tabu-Thema zu erhalten hatte diesen Abend nachhaltig geprägt.

28.1.2019

"Rational, liberal, fortschrittlich" - die Partei der Humanisten

Niklaus Anderhuber aus unserer GBS-Regionalgruppe hatte dazu eine Einführung in die Positionen der Partei der Humanisten (PdH) gegeben. Als PdH-Vorstand in Baden-Württtemberg ist er "Insider". Persönliche Statements, diskursive Themenbeiträge und weiterführende Argumentationslinien aus Sicht der GBS konnten so zu einem gelingenden Abend verflochten werden.

26.11.2018

"Abseits von Himmel und Sünde"

GBS-Freiburg-Gründungsmitglied Sascha Fiek hatte an diesem Abend sein gleichnamiges Buch vorgestellt. Kernpunkte der darin enthaltenen Argumentation sind u.a. ein humanistisches Weltbild und die Befreiung von Dogmen und Manipulation durch die organisierte Religion. Denn: Jeder Mensch muss individuell gesehen und niemand sollte nur aufgrund von bestimmter Gruppenzugehörigkeit beurteilt (und verurteilt) werden!

22.10.2018

"Schule und Religion"

Zu diesem Thema hatte GBS Freiburg-Mitglied Michael Rux (Autor des jährlichen Handbuches des Eltern- und Schulrechts an öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg) die Fakten für einen hochinteressanten Informations- und  Diskussionsabend vorbereitet und u.a. erläutert, wie es zur "christlichen Gemeinschaftsschule" in Baden-Württemberg kam. Der fachlich fundierte, hervorragend aufbereitete Vortrag gab dem Publikum einen tiefen Einblick in ein wichtiges Kapitel deutscher Bildungsgeschichte.

24.9.2018

"Ketzer 2.0." - Der Podcast für gottlose Gedanken zum Leben

Professor Dr. Christian Schindelhauer, stellvertretender Vorsitzender und Gründungsmitglied der GBS Freiburg stellte sein seit 2010 kontinuierlich weiterentwickeltes Internetprojekt, den Ketzerpodcast,vor. Inhaltlich hervorragend recherchiert und kurzweilig anzuhören, rangiert der Ketzerpodcast auf einem nicht mehr wegzudenkenden Stammplatz in der säkularen Szene. Das veranschaulichte uns der Einstieg in die Thematik per Beamer live im Internet.

27.8.2018

"Endlich frei von Göttelei"

Unter diesem Titel hatte Autor Helmut Monreal einige Kapitel aus seinem gleichnamigen Buch aufbereitet und verschiedene Aspekte seines Untertitels "Vernunft braucht keine Religionen" dargelegt. Das naturalistisch und humanistisch geprägte, ausführliche Buch zeigt in authentischer Weise die großen Linien der Religionskritik auf und wehrt sich darin vehement gegen die Irrationalitäten des Überwesenglaubens.

23.7.2018

"Warum glauben Menschen an einen fiktiven Gott"

Unter dieser Fragestellung hatte Professor Dr. Josef Bischofberger, Gründungs- und Vorstandsmitglied der GBS Freiburg, einige grundlegende Positionen aus neurowissenschaftlicher Sicht vorgestellt und erläutert, wie die Hirnforschung den Gottes-Glauben entzauberte und durch eine naturalistische Erklärungsweise ersetzte. Mithilfe eines Modells des Gehirns konnten die Erkenntnisse veranschaulicht und so optimal in den Vortrag eingebettet werden.

4.6.2018

"Kick-off"

erstes Treffen der GBS Regionalgruppe Freiburg - der südbadische Start in den evolutionären Humanismus! In entspannter und interessierter Runde wurden die gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen diskutiert. Ein inspirierendes gegenseitiges Kennenlernen, geprägt von persönlichen Statements und einem produktiven Erfahrungsaustausch.