Sie sind hier

Veranstaltungsarchiv

22. November 2021

Vortrag von Ulf Faller: "Die Wiege der Naturwissenschaft war von Planeten umstellt"- Die Kopernikanische Wende, ein zu Unrecht verblassendes Narrativ? 

GBS Freiburg lud Buchautor Ulf Faller ("Der lange Schatten des Kopernikus", Tectum-Verlag 2018) zum Vortrag und Diskussion ein.

Über Jahrtausende überzeugte das geozentrische Weltbild den sinnsuchenden Menschen. Im Mittelalter wurde diese Kosmologie mit der christlichen Botschaft verbunden, dass Aufbau und Sinn des Universums mit der christlich gedeuteten "Heils"-Geschichte des Menschen verband. Nikolaus Kopernikus durchbrach diese Vorstellung und stieß damit die nach ihm benannte Wende an. Tycho Brahe, Johannes Kepler, Galileo Galilei und Isaak Newton begründeten eine neue Kosmologie und mit ihr die modernen Naturwissenschaften. Seitdem entziehen sich kosmologische Vorstellungen immer mehr menschlichen Dimensionen. Schon die räumliche und zeitliche Ausdehnung des Universums ist kaum vorstellbar. Genauso wenig, wie die pure Zahl der Sterne und Galaxien. All das macht deutlich: Es geht nicht um uns im Universum. Wir müssen uns bescheidener im Kosmos verorten. Seit Sigmund Freud spricht man von der ersten narzisstischen Kränkung des Menschen. Trotz dieser tiefgreifenden Veränderung unseres Blickes auf das Universum verblasst das Wissen um die astronomischen Phänomene, die das Umdenken nötig machten, und die geschichtlichen Hintergründe der kopernikanischen Wende. Naturwissenschaften werden zunehmend als Teil der MINT-Fächer wahrgenommen und drohen den narrativen Charakter zu verlieren, der die Aufklärung maßgeblich fundiert hatte. Zu Unrecht? Besteht hier Handlungsbedarf? Auch angesichts der drohenden Krisen des 21. Jahrhunderts?

13. Juli 2021

Vortrag von Professor Ruud Koopmans:  "Gewalt im Namen der Götter?"

Livestream mit Diskussion - Eine Veranstaltung des Landesverbandes Baden-Württemberg der GBS zum Zusammenhang von religiösem Fundamentalismus und Gewalt.

Mittels einer Sozialstudie erforschte der Soziologe Ruud Koopmans, gemeinsam mit Eylem Kanol und Dietlind Stolle, die Legitimation und Mobilisierung religiöser Gewalt. Dabei wurden die Daten von 8000 Befragten aus sieben Ländern zusammengetragen und ausgewertet. Gegenstand der experimentellen Studie waren die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Koopmans wollte herausfinden, inwieweit sich die Bereitschaft zu Gewalt auf religiöse Texte und religiöse Vorstellungen zurückführen lässt. Dabei kam es zu differenzierte Befunden, die sich zwischen den religiösen Traditionen, aber eben auch den Gesellschaften bewegen, in denen diese religiösen Traditionen gelebt werden. Gerade in säkularen Kreisen werden die Ergebnisse Koopmans mitunter begrüßt, denn sie räumen mit weitverbreiteten Vorurteilen auf, dass Gewalt und Legitimation von Gewalt nichts mit Religion zu tun haben sollen, sondern eher mit deren Missbrauch oder politischer Instrumentalisierung. Koopmans Beobachtungen lassen einfache Formeln wie "Religion ist Gewalt" oder "Religion ist Frieden" jedoch naiv erscheinen. Wie steht es um die Zusammenhänge von religiösem Fundamentalismus und Gewalt? Welche Rollen spielen Textkenntnisse und gelebte Religion? Ruud Koopmans ist Professor für Soziologie und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin, Direktor der Abteilung "Migration, Integration, Transnationalisierung" am Wissenschaftszentrum Berlin und Autor von Büchern wie "Das verfallene Haus des Islam: Die religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt" (2020). Die Veranstaltung war eine Initiative des gbs Landesverbandes Baden-Württemberg, angeschlossen die Regionalgruppen Rhein-Neckar, Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Bodensee. Die Veranstaltung ist weiterhin auch nach dem live-Termin erreichbar unter https://www.youtube.com/watch?v=ykYtXMcX9AA

26. Februar 2021

Vortrag von Michael Rux "Zum aktuellen Stand der Sterbehilfe"

Vor fast genau einem Jahr informierte uns GBS-Regionalgruppenmitglied Michael Rux über "Sterbehilfe - Ethische Fragen und rechtliche Grundlagen".  Nun gab er uns ein "Update" zu diesem Thema, schließlich hatte ein bahnbrechendes Bundesverfassungsgerichtsurteil (vom 26.2.20) die bisherige Gesetzeslage "gekippt" und deutlich das Selbstbestimmungsrecht der Bürger gestärkt. Insofern feierten wir am 26. Februar sozusagen den denkwürdigen Jahrestag der "Sterbehilfe-Entkriminalisierung". 

Am 6. November 2015 hatte der Deutsche Bundestag die "geschäftsmäßige" Suizid-Beihilfe verboten (§ 217 StGB). Mehr als vier Jahre später, am 26.2.2020, wird das Bundesverfassungsgericht endlich verkündet haben, was es von diesem Anschlag auf das Selbstbestimmungsrecht hält. Denn seitdem haben die Ärzte Angst vor dem Gefängnis und sterbe-willigen Menschen bleibt oft nur der "harte Suizid" oder der "Sterbe-Tourismus", die letzte Reise in die Schweiz. Über ethische Fragen und rechtliche Grundlagen der "Sterbehilfe", von der Palliativ-Versorgung bis zum ärztlich assistierten Suizid, referierte Michael Rux.

14.12.2020

Jahreshauptversammlung GBS Freiburg e.V. 

Zum zweiten Mal fand eine Jahreshauptversammlung der GBS Freiburg e.V. statt. Wir bilanzierten auf dieser Mitgliederversammlung das zweite Jahr seit Bestehen und beschäftigten uns mit den Veranstaltungen, Aktionen und Kooperationen für 2021, wobei die zunehmend schwierige Lage für nicht-virtuelle Formate besonders im  Fokus stand. Die satzungsmäßig notwendigen Wahlen wurden dabei von dem erfreulichen Umstand begleitet, dass alle Vorstandsmitglieder sowie die Kassenprüferin für eine weitere Amtszeit auf ihren Positionen kandidierten. Neben Mitgliedern waren auch interessierte Gäste eingeladen, um mit uns das nächste spannende Kapitel humanistischer Zukunft aufzuschlagen.

28. Juni 2020

Vortrag von Dr. Christian Schindelhauer: "Buddha, Josua, Jesus und der Weg zum anderen Ufer"

Am Montag, den 29. Juni 2020 startete das Format "Büchermarkt" mit einer virtuell durchgeführten Veranstaltung. Referent Dr. Christian Schindelhauer stellte das Buch von Hermann Detering ("Buddha, Josua, Jesus und der Weg zum anderen Ufer") vor. Die Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Buddhismus, Gnosis und frühem Christentum. Am Beispiel der gnostischen Interpretation des Exodus-Motivs wird gezeigt, wie buddhistisch-indische Vorstellungen in jüdisch-christliche transponiert wurden. Die Untersuchung wirft ein erhellendes Licht auf die Anfänge des Christentums. Der frühe Jesus-Kult basierte auf einer jüdisch-buddhistischen Exegese des Alten Testaments.

25. Mai 2020

Vortrag von Dr. Tatjana Jesch: "Über das Verhältnis von Religion und Gewalt"

GBS-Regionalgruppen-Mitglied Professorin Dr. Tatjana Jesch referierte in einer virtuellen online-Veranstaltung zu Religion und Gewalt. Die Bedeutung der Religion in unserer Gegenwart ist uneinheitlich. Viele Menschen entfernen sich immer weiter von religiösen Inhalten und Institutionen. Andere durchlaufen eine religiöse Radikalisierung, die mit wachsender Gewaltbereitschaft einhergeht. Zugleich werden Gewalttendenzen innerhalb der etablierten Kirchen und klerikalen Organisationen immer offenkundiger. Heilige Schriften werden zunehmend auf ihr Gewaltpotenzial befragt oder zur Begründung von Gewaltausübung herangezogen. Dem steht das Bemühen gegenüber, gerade die Friedlichkeit der religiösen Überlieferungen und Praktiken herauszustreichen.

29. Januar 2020

Vortrag von Olaf Zuber: "Evokids - Evolutionsunterricht in der Grundschule"

GBS-Regionalgruppen-Vorstand Olaf Zuber folgte einer Einladung der Direktorin der Karoline-Kaspar-Grundschule im Freiburger "Modellstadtteil" Vauban. Er referierte vor der Gesamtlehrerkonferenz zum Thema "Evokids - Evolutionsunterricht in der Grundschule" und stellte kostenfrei die Materialien zur Verfügung. Eingeladen war auch die zuständige Freiburger Schulrätin Christiane von Zahn. Den aufmerksamen wie fachkundigen Zuhörern konnte so eindrücklich vermittelt werden, warum es so wichtig ist, schon früher als in deutschen Schulen bisher üblich das Thema zu unterrichten. Denn: Evolution ist zweifellos das wichtigste Thema der Biologie. Wer die Mechanismen der Evolution nicht versteht, dem bleibt nicht nur das Wesen der Biologie grundsätzlich verschlossen, er kann auch nicht begreifen, wer oder was der Mensch ist. Die Evolutionsgeschichte zu lehren leistet somit einen zentralen Beitrag zum Bildungserwerb. Evolution verstehen bereitet den Weg zu einem modernen und zeitgemäßen Welt- und Menschenbild.  

27. Januar 2020

Vortrag von Michael Rux "Sterbehilfe- Ethische Fragen und rechtliche Grundlagen"

Über ethische Fragen und rechtliche Grundlagen der "Sterbehilfe", von der Palliativ-Versorgung bis zum ärztlich assistierten Suizid, referierte Michael Rux. Am 6. November 2015 hatte der Deutsche Bundestag die "geschäftsmäßige" Suizid-Beihilfe verboten (§ 217 StGB). Mehr als vier Jahre später, am 26.2.2020, hat das Bundesverfassungsgericht endlich verkündet, was es von diesem Anschlag auf das Selbstbestimmungsrecht hält. Denn seit 2015 hatten die Ärzte Angst vor dem Gefängnis und sterbewilligen Menschen blieb oft nur der "harte Suizid" oder der "Sterbe-Tourismus", die letzte Reise in die Schweiz. Die hohe Relevanz dieses Themas wurde durch die vielen interessierten Besucher deutlich.

17.1./18.1.2020

"Religion und Gewalt"

Zum ersten Mal unterstützte GBS-Freiburg eine Arbeitstagung des Freiburger Arbeitskreises Literatur & Psychoanalyse durch Veranstaltungsankündigung auf der GBS-Freiburg-Homepage; auch die Präsenz auf der hochfrequentierten GBS-Stiftungs-Homepage ergänzte die werbende Wirkung für diese hochkarätig besetzte Veranstaltung. Mit-Initiatorin und GBS-Regionalgruppenmitglied Professorin Dr. Tatjana Jesch hielt vor rund 300 Besuchern den Eröffnungsvortrag mit dem Titel "Über das Verhältnis der Religion zur Gewalt". 

Die Bedeutung der Religion in unserer Gegenwart ist uneinheitlich. Viele Menschen entfernen sich immer weiter von religiösen Inhalten und Institutionen. Andere durchlaufen eine religiöse Radikalisierung, die mit wachsender Gewaltbereitschaft einhergeht. Zugleich werden Gewalttendenzen innerhalb der etablierten Kirchen und klerikalen Organisationen immer offenkundiger. Heilige Schriften werden zunehmend auf ihr Gewaltpotenzial befragt oder zur Begründung von Gewaltausübung herangezogen. Dem steht das Bemühen gegenüber, gerade die Friedlichkeit der religiösen Überlieferungen und Praktiken herauszustreichen.

Der Deutschlandfunk berichtete in seiner Radio-Sendereihe "Aus Kultur und Sozialwissenschaft" über die Veranstaltung. Was am Ende des Beitrags als Fazit der Tagung ausgegeben wird, kann allerdings nicht als solches gelten.

16.12.2019

Jahreshauptversammlung GBS Freiburg e.V. 

Zum ersten Mal fand eine Jahreshauptversammlung der GBS Freiburg e.V. statt. Wir bilanzierten auf dieser Mitgliederversammlung das erste Jahr seit Bestehen und beschäftigten uns mit den Veranstaltungen, Aktionen und Kooperationen für 2020. Neben Mitgliedern waren auch interessierte Gäste eingeladen, um mit uns das nächste spannende Kapitel humanistischer Zukunft aufzuschlagen.

25.11.2019

"Ethik und Moral ohne Willensfreiheit" - Aktuelles aus der Hirnforschung

Zu diesem Thema referierte Professor Dr. Josef Bischofberger, Neurophysiologe am Department of Biomedicine der Uni Basel. Verhaltenspsychologie und Hirnforschung legen nahe, dass es keine Willensfreiheit gibt. Viele Philosophen wie z.B. Dr. Dr.hc. Michael Schmidt-Salomon schließen daraus, dass es daher keine wirklich freie Entscheidungsfindung zwischen alternativen Möglichkeiten geben kann. Die Vorstellung davon sei nur ein "virtuelles Theaterstück" im Kopf. Kann es trotzdem Handlungsfreiheit geben? Welche Möglichkeiten bietet unser Gehirn? Was bedeutet das für eine religionsfreie Ethik und Moral?

21.10.2019

"Kirche - beste Geschäftsidee aller Zeiten"

Politologe, Autor und Publizist Dr. Carsten Frerk war nach Freiburg - seine alte Studentenwirkungsstätte - gekommen. Für den Vortrag, der die Facetten des erfolgreichen Marketings christlicher Kirchen analysierte und klärte, was die Kirchen eigentlich 'verkaufen', hatte er sich in die Marketingliteratur eingearbeitet: Es war verblüffend, wie passgenau man die Konstruktion und Entwicklung der christlichen Kirche mit Begriffen und Konzepten aus dem Marketing beschreiben konnte. Der Vortrag widmete sich im ersten Teil der Frage, wie aus einer kleinen, neu gegründeten Glaubensgemeinschaft in einer unbedeutenden und abgelegenen Region des Imperium Romanum die bedeutendste (katholische) Weltreligion wurde und wie sie diese Marktposition – trotz aller Krisen - bislang behauptet hatte. Es begann mit dem ersten Marketingdirektor, Paulus, der nicht nur die Marke Christentum formte, sondern auch im Direktmarketing äußerst erfolgreich war. Mit dem Umzug in die Hauptstadt wurde dann die Frage geklärt, wie sie dort und in der Branche zum Marktführer wurde, warum die christliche Kirche nicht aus dem römischen Tempel, sondern aus der römischen Markthalle entwickelt wurde und warum die traditionelle Kirche wie ein heutiger klassischer Supermarkt konzipiert ist. Es wurde nach den Gestaltungsprinzipien einer ‚corporate identity‘ gefragt und inwiefern die Kirchengebäude, die ‚point of sales‘, traditionell in 1a-Lagen stehen, bis hin zur Genialität des ‚Branding‘ der Marke ‚christlicher Kreuz‘ als Obermarke mit vielen Untermarken. Es ging um die Konstruktion der Trennung von Laien und Klerus, das Konzept von ‚Schuld und Sühne‘ und wie man mit Whistleblowern umgeht, die das ‚Gesetz des Schweigens‘ (Omerta) brechen wollen. Im zweiten Teil ging es dann um die finanzverfassungsrechtliche Einmaligkeit der Geschäftspartnerschaft der Kirchen mit dem deutschen Staat, mit der Milliardeneinnahmen und -umsätze abgesichert werden.

Eine Fülle von Themen und Facetten, die ernsthaft, aber auch mit heiterer Gelassenheit, eine Geschichte der Kirche aus einer Sichtweise skizzierte, die nur selten zu hören war. Zudem passend zum 100-jährigen Jubiläum der Nichterfüllung des Verfassungsbefehls der Trennung von Staat und Kirche in der Weimarer Reichsverfassung und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

23.9.2019

"Giordano Bruno - Märtyrer der Gedankenfreiheit"

Professor Dr. Klaus Scherzinger hielt bei uns einen Vortrag, der sein vor zwei Jahre erschienenes Buch "Giordano-Bruno - Märtyrer der Gedankenfreiheit" thematisierte. Im 19. Jahrhundert feierten die Freimaurer den Stiftungs-Namensgeber als einen der ihren, Schelling und Brecht verewigten ihn in ihrem schriftstellerischen Werk, die atheistische Naturforscher wertschätzen seine pantheistischen Spekulationen und Ernst Bloch nannte ihn liebevoll einen "philosophischen Minnesänger der Unendlichkeit". Doch zu Lebzeiten brachte er die Eliten in der europäischen Wissenschaftsgemeinde gegen sich auf, dann war er gezwungen,  von Universität zu Universität zu fliehen. Letztendlich verurteilte ihn die katholische Inquisition als Ketzer zum Tod auf dem Scheiterhaufen und verbot seine Schriften.

14.7.2019

"Skeptiker-Brunch"

Organisiert wurde im Café Hermann ein Brunch für Skeptiker - durch regen Besuch ergab sich ein kurzweiliger & erkenntnisreicher Austausch mit freigeistigem Inhalt. Inkludiert war auch ein kurzer Vortrag zum Thema "Ist Religion wirklich nötig?", der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichermaßen inspirierte.

24.6.2019

"Ist die Zukunft des Humanismus vegan?"

Der Versuch eines dogmenfreien Diskurses. GBS-Regionalgruppenmitglieder im Austausch mit AktivistInnen der Tierrechtsorganisation "Anonymous for the Voiceless". Gegenstand der Veranstaltung war, welche Positionen der Veganismus gesellschaftspolitisch und philosophisch bezieht und wie dies speziell mit humanistisch geprägten Sichtweisen korrespondiert oder auch kollidiert. Ein Abend für die interessierte Öffentlichkeit, um dieses spannende Kapitel deutscher/globaler Gegenwartskultur zu diskutieren.

27.5.2019

"Kirchenfinanzierung - Staat und Kirche im Milliardengeschäft"

Nach wie vor sind der Staat und die (christlichen) Kirchen eng miteinander verbunden. Das aus der Zeit der Monarchie und des Obrigkeitsstaates überkommene "Bündnis von Thron und Altar" funktioniert auf allen Ebenen. Zu dem Thema hatte GBS-Regionalgruppenmitglied Michael Rux die Grundlagen für eine sachbezogene Diskussion vorbereitet und u.a. referiert, wie vielfältig die kirchlichen Finanzprivilegien sind und warum wir heute immer noch in einer institutionalisierten "Kirchenrepublik Deutschland" leben - statt in einer säkularen Demokratie. Siehe dazu auch die folgenden zwei Kompakt-Infos:

Kompaktinfo Kirche im Milliardengeschäft

Kompakt Info Kirchensteuer

24.3.2019

"Kreuzgang kontrovers - Kirche: gehen oder bleiben"

Ein Streitgespräch mit angeschlossener Diskussion. Die Kirche befindet sich zweifelsohne in einer Krise angesichts ständig sinkender Mitgliederzahlen sowie andauernder, erschütternder Skandale und agiert daher aus defensiver Position. Eine spannende Auseinandersetzung über diese Tatsache lieferten sich auf dem Podium Sascha Fiek, Gründungsmitglied der GBS Freiburg und die Theologin Andrea Hauber. Dabei trafen kirchliche Dogmen auf kritisch-rationale Argumente aus dem evolutionären Humanismus.

11.3.2019

Gründungsversammlung der GBS Freiburg e.V. - Regionalgruppe im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung

GBS Freiburg gab sich eine formelle Struktur mit Vereins-Satzung und Beitragsordnung. In der Folge wurde die Gemeinnützigkeit des Vereins vom Finanzamt Freiburg anerkannt.

25.2.2019

"Sexuelle Gewalt als Folge von Theologie und Ideologie der Kirchen"

Regionalgruppenmitglied Astrid Mayer, die sich intensiv und investigativ mit den Vertuschungspraktiken des Klerus in Zusammenhang mit sexuellem Mißbrauch durch Priester, Erzieher und Ordensleute befasst, erläuterte u.a., worauf sich die Diagnose der Kirche als eine kriminelle Organisation stützt. Einen direkten Einblick in dieses brisante Tabu-Thema zu erhalten hatte diesen Abend nachhaltig geprägt.

28.1.2019

"Rational, liberal, fortschrittlich" - die Partei der Humanisten

Niklaus Anderhuber aus unserer GBS-Regionalgruppe hatte dazu eine Einführung in die Positionen der Partei der Humanisten (PdH) gegeben. Als PdH-Vorstand in Baden-Württtemberg ist er "Insider". Persönliche Statements, diskursive Themenbeiträge und weiterführende Argumentationslinien aus Sicht der GBS konnten so zu einem gelingenden Abend verflochten werden.

26.11.2018

"Abseits von Himmel und Sünde"

GBS-Freiburg-Gründungsmitglied Sascha Fiek hatte an diesem Abend sein gleichnamiges Buch vorgestellt. Kernpunkte der darin enthaltenen Argumentation sind u.a. ein humanistisches Weltbild und die Befreiung von Dogmen und Manipulation durch die organisierte Religion. Denn: Jeder Mensch muss individuell gesehen und niemand sollte nur aufgrund von bestimmter Gruppenzugehörigkeit beurteilt (und verurteilt) werden!

22.10.2018

"Schule und Religion"

Zu diesem Thema hatte GBS Freiburg-Mitglied Michael Rux (Autor des jährlichen Handbuches des Eltern- und Schulrechts an öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg) die Fakten für einen hochinteressanten Informations- und  Diskussionsabend vorbereitet und u.a. erläutert, wie es zur "christlichen Gemeinschaftsschule" in Baden-Württemberg kam. Der fachlich fundierte, hervorragend aufbereitete Vortrag gab dem Publikum einen tiefen Einblick in ein wichtiges Kapitel deutscher Bildungsgeschichte.

24.9.2018

"Ketzer 2.0." - Der Podcast für gottlose Gedanken zum Leben

Professor Dr. Christian Schindelhauer, stellvertretender Vorsitzender und Gründungsmitglied der GBS Freiburg stellte sein seit 2010 kontinuierlich weiterentwickeltes Internetprojekt, den Ketzerpodcast,vor. Inhaltlich hervorragend recherchiert und kurzweilig anzuhören, rangiert der Ketzerpodcast auf einem nicht mehr wegzudenkenden Stammplatz in der säkularen Szene. Das veranschaulichte uns der Einstieg in die Thematik per Beamer live im Internet.

27.8.2018

"Endlich frei von Göttelei"

Unter diesem Titel hatte Autor Helmut Monreal einige Kapitel aus seinem gleichnamigen Buch aufbereitet und verschiedene Aspekte seines Untertitels "Vernunft braucht keine Religionen" dargelegt. Das naturalistisch und humanistisch geprägte, ausführliche Buch zeigt in authentischer Weise die großen Linien der Religionskritik auf und wehrt sich darin vehement gegen die Irrationalitäten des Überwesenglaubens.

23.7.2018

"Warum glauben Menschen an einen fiktiven Gott"

Unter dieser Fragestellung hatte Professor Dr. Josef Bischofberger, Gründungs- und Vorstandsmitglied der GBS Freiburg, einige grundlegende Positionen aus neurowissenschaftlicher Sicht vorgestellt und erläutert, wie die Hirnforschung den Gottes-Glauben entzauberte und durch eine naturalistische Erklärungsweise ersetzte. Mithilfe eines Modells des Gehirns konnten die Erkenntnisse veranschaulicht und so optimal in den Vortrag eingebettet werden.

4.6.2018

"Kick-off"

erstes Treffen der GBS Regionalgruppe Freiburg - der südbadische Start in den evolutionären Humanismus! In entspannter und interessierter Runde wurden die gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen diskutiert. Ein inspirierendes gegenseitiges Kennenlernen, geprägt von persönlichen Statements und einem produktiven Erfahrungsaustausch.